Vier auf einen Streich: Hochkarätige Neuzugänge für die Regensburg Adler

Von Erlangen Bruck aus der 3. Liga wechselt Topscorer Steffan Meyer in die Domstadt. In 16 Partien erzielte er 78 Tore und war ein absoluter Leistungsträger der Erlanger. Er hat bereits internationale Erfahrung durch seine Einsätze im irischen Nationalteam. Mit nach Regensburg kommt von der Erlanger U23 Marwin Wunder, der in Erlangen vom Talent zum Leistungsträger gereift ist. Vom Ligakonkurrenten HaSpo Bayreuth kommt Stephan Klenk. Aus Ismanning wechselt Tobias Stoiber zu den Adlern. Die Spieler passen in die Philosophie, eine weitgehend junge und hungrige Mannschaft aufzubauen.

"Mit Steffan bekommen wir den perfekten Spielmacher, der weiß, wo das Tor steht. Ein solcher Spieler hat uns absolut gefehlt und es freut mich, dass wir einen Spieler mit dieser Qualität vom Weg der Adler überzeigen konnten." freut sich der Coach Kai-Uwe Pekrul über seinen künftigen Spieler für die Rückraum-Mitte. In der vergangenen Saison beim Aufstieg von Bruck in die 3. Liga war Meyer Torschützenkönig mit 202 Toren. Bei einem Schnitt von über acht Treffern pro Spiel distanzierte er den Zweitplatzierten mit 30 Toren Unterschied.

Auch die neuen Möglichkeiten, die Marwin Wunder auf Rechtsaußen bietet, macht die Adler viel unberechenbarer und variabler. Der Name Wunder ist vielleicht einigen Handball-Fans ein Begriff. So ist er eigentlich mit dem HC Erlangen verbunden und der Vater von Marwin ist Vizepräsident und für die Herren dort zuständig.

Kai-Uwe Pekrul ergänzt sichtlich stolz: "Noch vor einem Jahr wären solche Transfers für uns nicht möglich gewesen, aber der sportliche Weg, den wir eingeschlagen haben und unser Konzept, hat die Jungs überzeugt."

"Ein weiterer Glücksgriff für uns ist Tobi Stoiber, ein polyvalenter Spieler, der sich beruflich nach Regensburg orientiert und bereits bei uns mittrainiert hat. Jetzt muss er nicht mehr nach München pendeln. Gut für uns. Durch seine große Flexibilität eine ideale Ergänzung für uns."

Ähnlich stellt sich die Situation bei Stephan Klenk dar. Er möchte sportlich nochmal etwas reißen, wie er selbst sagt, versteht sich mit der Mannschaft sehr gut und glaubt, dass nächstes Jahr ohne einen klaren Favoriten einiges möglich sein könnte in der Bayernliga für die Adler. Klenk wirft links und bringt eine Menge Torgefahr aus dem rechten Rückraum. Daher war er sehr gefragt. Er ist fast zwei Meter groß und erst 22 Jahre jung. Auch bei ihm war ein wichtiger Punkt die guten Möglichkeiten für Studenten in Regensburg.

"Mit bestehenden Spielern sei man bezüglich Vertragsverlängerungen in guten Gesprächen", so der sportliche Leiter Simon Dillinger, der hofft in Kürze mit den Leistungsträgern einig zu werden. Aber auch der ein oder andere möchte am Projekt "Landesligaaufstieg" der zweiten Mannschaft mitwirken.