Regensburg Adler mit enttäuschender Auswärtsleistung

Nachdem man vergangene Woche gegen den Favoriten aus Friedberg bis kurz vor Schluss an einer kleinen Sensation geschnuppert hatte, reisten die Adler am vergangenen Sonntag zur SG DJK Rimpar II, der Reserve der Rimparer Wölfe aus der 2. Bundesliga. Vor allem die beherzte Abwehrleistung der Vorwoche sollte in das Auswärtsspiel transportiert werden, weshalb der Reisebus gen Unterfranken bereits um 0800 Ortszeit abfuhr. Im Videostudium nach dem Abschlusstraining wurde besonders vor den Halbpositionen der Rimparer, dem aus Heidingsfeld zurückgekehrten Maximilian Wirth und dem jungen Felix Karle, gewarnt. Auch die engagierte Abwehr der jungen Heimmannschaft wurde analysiert und so sollte doch eigentlich nichts mehr schiefgehen. Chef-Trainer Pekrul rief daher auch eine klares Ziel aus: „Die zwei Punkte müssen wir heute holen!“

Doch weit gefehlt. Bereits nach wenigen Minuten zeigte sich, was sich wie ein roter Faden durch die Partie ziehen sollte. Es wurden zum einen zu viele technische Fehler produziert, zum anderen griff man die angesprochenen Angreifer nicht deutlich genug an. Nach einem schnellen 0:3 Rückstand liefen die Regensburger dem Gegner stets hinterher. Über 3:6, 5:8 und 7:10 nach 25 Minuten ging man mit dem 9:11 Halbzeitstand vom Feld. Zu oft warfen die Adler den Ball vorne zu leichtfertig weg, um dann hinten ärgerliche Gegentore zu kassieren. 

Doch nur zwei Tore Rückstand zur Pause ließen noch einiges für den zweiten Durchgang hoffen. So sollten die Abwehrarbeit intensiviert und gleichzeitig die technischen Fehler reduziert werden. Leider schafften die Spieler der SG Regensburg es erstmals in der 47. Minute beim 15:16 wieder den Anschluss herzustellen. Die letzten 15 Minuten waren dann vor allem Kampf. Beim 17:18 in der 52. Minute war noch alles drin, doch nur 2 Minuten später lag man wieder mit 17:20 zurück. Danach gelang drei Minuten kein Tor mehr, ehe die Adler das 21:17 kassierten und die Partie quasi gelaufen war. Zum Ende wurde es dann noch einmal hektisch, als nach einer unübersichtlichen Aktion ein Rimparer zu Boden ging und Robin Munkacsi mit einer roten und blauen Karte bestraft wurde, der sich zu allem Überfluss im Spiel zuvor wohl auch noch einen Finger gebrochen hatte. Nun bleibt abzuwarten, wie die Sportgerichtsbarkeit des BHV über die Szene urteilt.

Letztlich mussten die Refensburg Adler mit einer 23:18 Auswärtsschlappe die regnerische Heimfahrt in die Oberpfalz antreten und auch Trainer Pekrul resümierte nach dem Spiel: „Das war heute eine ganz große Chance mal einen, der über uns steht, zu ärgern.“

Gute Besserung an Robin Munkacsi, der im nächsten Spiel gegen die TG Landshut am 15.12.2018 dann wohl nicht zur Verfügung stehen wird. Fans und Zuschauer sind schon heute herzlich eingeladen zu kommen, um die Mannschaft zu einem erfolgreichen letzten Spiel des Jahres anzufeuern, zudem die Regensburg Adler auch mit einem kleinen Geschenk aufwarten werden.