HaSpo Bayreuth - Regensburg Adler 30:26 (15:15)

Adler verlieren in Bayreuth

Am Samstag waren die Regensburg Adler zu Gast bei der HaSpo Bayreuth. Die Gastgeber, die in der Woche zuvor ihr bis dato einziges Heimspiel verloren hatten, sind seit Jahren bekannt für ihre aggresiv-offensive Abwehrformation. Die Regensburger waren sich über diese Stärke bewusst, wollten aber von Beginn an zeigen, dass man auch mit einer Topmannschaft der Liga durchaus mithalten kann, wenn man diszipliniert und selbstbewusst agiert. Nach der rund zweistündigen Fahrt ins oberfränkische Bayreuth und einem kurzen Lockerungsspaziergang, galt es beim schon beim Aufwärmen die richtige Einstellung und den Fokus für die anstehende Aufgabe zu finden.

Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein völlig ausgeglichenes Spiel, in dem man beiden Mannschaften die Nervosität durchaus anmerken konnte, was auch an der Zahl der technischen Fehler zu Beginn der Partie abzulesen ist. Dann jedoch zeigten beide Teams den Zuschauern, dass sie zurecht in bayerns höchster Spielklasse spielen. Die Hausherren, die in ihren Reihen, trotz des jungen Alters, schon sehr viel Erfahrung besitzen, schafften es immer wieder durch ihr druckvolles, schnelles Passspiel einen Spieler in gute Wurfposition zu bringen. Die Gäste hingegen waren eher auf Einzelaktionen angewiesen, doch zeigten phasenweise auch sehenswerte Zusammenspiele. Mit einem gerechten Unentschieden (15:15) ging es in die Halbzeit.

Bei der Ansprache verdeutlichte Pekrul noch einmal, wie wichtig es ist, im Angriff geduldig bis zur Chance zu spielen und diese dann mit 100%-igem Einsatz wahrzunehmen. Noch wichtiger sei es jedoch das Abwehrzentrum kompakt halten.

Die zweiten 30 Minuten begannen dort, wo die ersten aufgehört hatten. Bis zur 42. Minute lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch (20:20). Dann jedoch kam es zu der spielentscheidenen Phase, in der sich die Adler nicht nur durch Zeitstrafen selbst schwächten, sondern vor allem im Angriff nichts mehr vorzuweisen hatten. Durch vermeidbare Ballverluste kamen die Hausherren zu leichten Toren, während die Regensburger satte acht Minuten ohne eigenen Treffer blieben (24:20). Diesen Vorsprung konnten die Bayreuther dann souverän über die Zeit bringen und gewannen am Ende 30:26.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Adler wieder die richtige Einstellung auf die Platte brachten und sich in keiner Spielphase aufgegeben haben. Auch die Betitelung "bester Aufsteiger", wie die HaSpo-Trainer von sich gaben, ist ein großes Lob für die Regensburger. Am Ende bringen Lob und Einstellung doch leider keine Punkte. Wieder konnte die Mannschaft nicht ihr Potential abrufen, sonst wäre an diesem Tag durchaus mehr möglich gewesen. Die Zahl der technischen Fehler war wieder sehr hoch, doch darin sah Trainer Pekrul nicht den ausschlaggebenden Grund der Niederlage. "Natürlich ziehen die Bayreuther in den 8 Minuten, in denen wir kein Tor erzielen davon, aber wir bekommen zum vierten Mal in dieser Spielzeit 30 Gegentore – Jedes der Spiele haben wir verloren.", begründete er den für ihn entscheidenen Faktor nach dem Spiel.

Nun gilt es die Niederlage schnellstmöglich aus dem Kopf zu bekommen, so empfängt man doch schon am Wochenende mit dem TSV Friedberg die nächste Topmannschaft (2.) im heimischen Adlerhorst.